Die Dialyse kann Teilaufgaben der Nieren übernehmen. Dazu gehören die Entgiftung, die Aufrechterhaltung des Mineralstoffgleichgewichts und die Volumenminderung von Wasser.
15 Tausend Menschen mit Nierenversagen pro Jahr
"Das Schicksal eines vollständigen Nierenversagens teilen pro Jahr 15.000 Patienten. Die Zahl der Dialysepatienten in Deutschland überschreitet 60.000. Die Sterblichkeit der Dialysepatienten liegt bei fast 20 Prozent pro Jahr. Je eher der Patient vom Nephrologen betreut wird, desto länger die Zeit bis zur Dialyse und desto besser das Überleben an der Dialyse", so der niedergelassene Nierenspezialist Dr. Kai Hahn aus Dortmund.
Die richtige Therapie kanndie Zeit bis zur Dialyse verdoppeln - auch ein Kostenfaktor. Auf etwa 43.000 Euro belaufen sich die Kosten einer Dialyse pro Jahr. Etwa 10% der Dialysepatienten leiden unter Zystennieren.
In Deutschland gibt es etwa 1000 Anbieter für Dialyse:
Übersicht der Dialyseanbieter in Deutschland.
Mögliche Dialyseverfahren
Mögliche Dialyseverfahren sind:
Beide Verfahren sind gleichwertig und haben Ihre Vor- und Nachteile.
Weitere hilfreiche Links:
- Zur Vorbereitung auf die Phase der Dialyse empfehlen wir das Programm Fit-für-Dialyse empfohlen.
- Untersuchungen zur Dialysequalität wurden im Rahmen der DOPPS-Studie durchgeführt.
Wesentliche Aussagen hierbei sind:
a) bessere Entgiftung durch häufigere Dialysen und
b) bessere Entgiftung durch längere Dialysen,
- Die Mindestanforderungen an die Qualität der Dialyse sind festgelegt.
Optimaler Beginn einer Nierenersatztherapie
Der optimale Beginn einer Nierenersatztherapie hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Wichtigstes Kriterium ist die verbliebene, aktuelle Nierenfunktion, gemessen mittels der GFR (Nierenfunktionsbestimmung).
Die Nierenfunktion wird in die Stadien von 1 bis 5 eingeteilt. In der Regel erfolgt der Eintritt in die Dialyse in dem Stadium 5 GFR < 10-15 ml/min/1.73 m2. Weiteres Kriterium ist der individuelle Allgemeinzustand. Für die Beurteilung des Allgemeinzustandes werden die folgenden Kriterien herangezogen:
- Gewichtsabnahme (Übelkeit, Erbrechen, Inappetenz)
- Gewichtszunahme (Überwässerung/weniger Urin)
- Kaliumprobleme (Die Folge davon kann zu Herzrhythmusstörungen, oder eine Übersäuerung des Blutes führen)
- Juckreiz (durch zu hohen Phosphatanteil im Blut !)
- Hoher Blutdruck (schwer einstellbar)
- Blutarmut (beim ADPKD-Patienten eher selten)
- Nieren-Blutwerte:
Anmerkung: Die einzelnen Blutwerte erläutert Ihnen bei Bedarf Ihr Arzt, nachfolgend sind die Grenzwerte angegeben.
- Kreatinin > 7 mg/dl
- Phosphat > 8 mg/dl
- Kalium > 6 mmol/l (Lebensgefahr!)
- Harnstoff > 220 mg/dl , Körpergewicht !
- Übersäuerung des Blutes
- Bicarbonat-Puffer < 15 mmol/l, pH < 7,2
- Albumin < 3 mg/dl