Bessere Lebensqualität durch sportliche Betätigung
Die Ausübung von Breitensport weist eine Reihe von Vorzügen auf, die letztlich alle eine verbesserte Lebensqualität zur Folge haben. Nicht nur bei Zivilisationskrankheiten, sondern gerade auch bei chronischen Nierenerkrankungen, verhilft der Breitensport zu einer Verbesserung der Gesundheit. So kommt es über den Sport oftmals zu einer Bewusstseinswandlung hin zu einer gesünderen Lebensführung.
Verordnung von Rehasport
Rehasport für chronisch Nierenkranke kann auch von Ihrem betreuenden Arzt verordnet werden. Ziele von Rehasport sind die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit, Steigerung von Kraft, Ausdauer und Koordination, Verbesserung der Kreislaufstabilität.
In Kooperation mit der Rehasportgruppe (Rhein-Main) können Sie wöchentlich etwas für Ihre Fitness tun.
Studien belegen den positiven Effekt
Mittlerweile weiß man aus vielen Studien, dass sich regelmäßige körperliche Aktivität auf die Zuckerstoffwechsellage stabilisierend auswirkt und dass Folgeerkrankungen deutlich seltener auftreten. Regelmäßige Bewegung senkt aber auch den Blutdruck und die Blutfettwerte. Die Herzfunktion verbessert sich. Patienten, die sich regelmäßig bewegen, fühlen sich wohler, haben ein besseres Körpergefühl und beim Sport in einer Gruppe verbessern sich ebenfalls die sozialen Kontakte.
Eine Bewertung verschiedener Sportarten:
- Empfohlen werden Ausdauersportarten wie Wandern, Walking, Jogging, und Radfahren.
- Zu Vorsicht geraten wird bei isometrischem Sport wie z.B. Krafttraining in Fitness-Studios oder bei Tennis.
- Abgeraten wird von Mannschaftssport wie Fußball oder gar speziellem Sport wie Surfen oder Snowboarden, da die Gefahr zu groß ist, dass die Nieren getroffen werden.
- Vermieden werden sollten Sportarten, die mit Erschütterungen und Druck auf den Bauch verbunden sind.
Ein Sportmediziner sagte einmal sinngemäß: „Wenn es ein Medikament gäbe, dass so viele positive Effekte auf die Gesundheit bei (fast) keinen Nebenwirkungen hätte, wie der Sport, wäre jeder Arzt angehalten, es jedem Patienten zu verordnen."