Mit der Erkrankung ergeben sich nicht nur signifikante medizinische Auswirkungen und Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit. Sondern auch soziale Auswirkungen.
Vielzahl sozialer Fragen
Im Rahmen der chronischen Nierenerkrankung treten für die Betroffenen eine Vielzahl sozialer Fragen auf, mit denen sie und ihre Angehörigen oft überfordert sind und meist alleine dastehen. In den Behandlungseinrichtungen und Krankenhäusern gibt es für diese Themen keine Ansprechpartner und so muss man sich die Informationen mühsam alleine besorgen. Erschwerend kommt hinzu, dass solche Fragen meist in besonders belastenden Zeiten auftreten, so zum Beispiel zu Beginn der Dialysepflicht, wenn eine gravierende Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder in den persönlichen Verhältnissen eingetreten ist. Des Weiteren ist das deutsche Sozialsystem mit derzeit 12 Sozialgesetzbüchern verzweigt und undurchsichtig.
Viele Menschen wissen nicht, welche Hilfeleistungen und Unterstützungsmöglichkeiten ihnen zustehen und wo und wie sie diese erhalten können. So kann zum Beispiel durch die Kenntnis von Hilfestellungen die weitere Berufstätigkeit von chronisch Nierenkranken gesichert oder in anderen Fällen existentielle Nöte abgefedert werden.
Soziale Themen sind:
- Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und das tägliche Leben.
- Schwerbehinderung: Durch gesetzliche Regelungen wurde ein Nachteilsausgleich geschaffen,
mehr zum Nachteilsausgleich.
- Rehabilitation.
- Leistungen der Krankenkassen.
- Bedarf für den Abschuss einer Patientenverfügung,
mehr über die Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsvollmacht.
- Versicherungsrechtliche Konsequenzen: Zystennierenpatienten haben es möglicherweise schwer in bestimmte Versicherungen aufgenommen zu werden.