Zystennieren als Systemerkrankung
Die polyzystische Nierenerkrankung ist eine Systemerkrankung, die durch eine Störung des Bindegewebsstoffwechsels hervorgerufen wird.
Viele Organsysteme sind betroffen
Die Autosomal Dominante Polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist nicht nur eine Nierenerkrankung, welche bei 50% der Betroffenen bis zum 60. Lebensjahr zum Nierenversagen führt, sondern kann viele Organsysteme betreffen, so auch Leber, Herz, Gehirn und das Verdauungssystem.
Dadurch finden sich oft auch an anderen Organen Bindegewebsschwächen (Bänder, Sehnen, Gelenke, Gefäße etc.). Beschwerden treten entweder durch die Bindegewebsprobleme in den anderen Organen oder aber durch Verdrängungserscheinungen bei Zystenwachstum auf. Darüber hinaus kann es auch mal in die Zysten einbluten. Zysten können sich auch in anderen Organen als der Niere bilden.
Bei der Erkrankung können auch weitere Organe durch Zysten betroffen sein:
- Bei 40 % Leberzysten (verursachen keinen Leberausfall, obwohl
die Leber durch die Zysten vergrößerte wird), Leberzysten
- Bei 10 % Pankreas.
- Bei etwa 8% Gehirnaneurysma mit Rupturgefahr, (gelegentlich familiär gehäuft), Gehirnaneurysma
- Bei 5 % Milz
- Mitralklappenprolaps
- Eine Herzvergrößerung.
- Nierensteine.
- Die Neigung zum Leistenbruch oder Bauchwandhernie.
- Eine Divertikulose des Darms.
Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrem behandelnden Nephrologen.